NLA: Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen

Erstellt am Montag, 04. Dezember 2017

Der STV Wigoltingen ist zwar seinem Ziel Finalevent im Februar des nächsten Jahres in Bonstetten ein grosses Stück näher gekommen, doch gegen die dortigen Gegner konnte man in der laufenden Qualifikation noch nicht wirklich überzeugen. Mit 2 Siegen aus 4 Spielen am letzten Wochenende steht der Vizemeister in der Halle und amtierende Schweizermeister auf dem Feld mit 8 Punkten auf Rang 4 in der Tabelle. Punktgleich mit dem drittplatzierten Widnau, gegen welches man am Samstag mit 1:3 das Nachsehen hatte. Im ersten Spiel vom Samstag konnten die Thurgauer gegen ein äusserst unangenehmes Oberentfelden knapp mit 3:2 gewinnen. Tags darauf starteten die Teams der NLA in die Rückrunde. Wigoltingen bekam es mit Titelfavorit Diepoldsau und Tabellenschlusslicht Rickenbach-Wilen zu tun. Zwar konnten sie gegen die noch satzverlustlosen Diepoldsauer gut mithalten, verloren dennoch mit 0:3. Grösseren Wert legte das Team um Mannschaftscaptain Marco Eymann dann aber auf das Thurgauer Derby gegen Rickenbach-Wilen, welches Wigoltingen mit einem klaren 3:0 für sich entscheiden konnte.

Knapper und wichtiger Sieg gegen Oberentfelden

Leider musste Wigoltingen an diesem Wochenende kurzfristig auf Martin Dünner verzichten. Nichts desto trotz wollten die noch übrigen 5 Spieler mit Unterstützung der bis dato abwesenden Pascal Iseli und Ueli Rebsamen ihr Können erneut unter Beweis stellen. Im Spiel gegen den STV Oberentfelden kündigte sich bereits im ersten Durchgang ein offener Schlagabtausch an, zumal die Thurgauer mit 11:8 das bessere Ende für sich behielten. Im 2. Satz zeigten sie, dass sie im Spiel angekommen waren. Gleich mit 7 Punkten in Serie konnten sie schnell mit 8:1 in Führung gehen, ehe man dem Gegner gerade noch 3 weitere Punkte zugestand. Eine klare Sache dachten unter anderem auch die Zuschauer, vor allem nach einer zwischenzeitlichen 8:4-Führung der Wigoltinger in Satznummer 3. Doch Oberentfelden gelangen dann gleich 5 Punkte in Folge, was die erstmalige Führung in diesem Spielabschnitt bedeutete. Wigoltingen konterte zwar ein ums andere Mal, aber den kämpferischen Aargauern gelangen schlussendlich die entscheidenden Punkte zum 1:2 Anschluss. Das Spiel der Thurgauer war nun etwas geknickt, was im 4. Satz spürbar war. Trotz einiger Rochaden beim Heimteam ging dieser mit 11:8 ebenfalls an die Gäste, welche damit den Satzausgleich bewerkstelligten. Im 5. und letzten Durchgang der Partie war es erneut Oberentfelden, welches das Spiel an sich reissen konnte. Beim Stand von 6:4 für die Aargauer wurden das letzte Mal die Seiten gewechselt. Dieser tat den Thurgauer sichtlich gut, denn ihnen gelangen gleich 4 Punkte in Folge zum 8:6. Es entwickelte sich zu einem wahren Krimi, nachdem der Gast wieder ausgleichen konnte. In der packenden Schlussphase gelang dann Wigoltingen die spielgewinnbringenden Punkte und somit der 3:2 Erfolg über Tabellennachbar Oberentfelden.

Umstrittenes Spiel gegen Widnau

Den besseren Start in die letzte Partie des Tages erwischte Wigoltingen. Widnau überliess den Thurgauern das Spieldiktat und hatte mit 11:7 im ersten Satz das Nachsehen. Doch ein ganz anderes Bild zeigte sich im 2. Spielabschnitt. Gleich mehrere und deutliche Fehlentscheide des äusserst in Frage gestellten Schiedsrichters brachten die Wigoltinger massiv aus dem Konzept. Sichtlich davon genervt kassierten sie beim Stand von 5:5 zuerst eine gelbe Karte und danach weitere 5 Punkte zum 5:10 Satzball für Widnau. Dank 3 Punkten kamen die Thurgauer nochmals heran, dennoch reichte es nicht mehr zum 2. Satzgewinn. Die nun im Spiel angekommenen Rheinthaler liessen auch im 3. Satz nichts anbrennen und gewannen diesen gleich mit 11:4. Zu viele Eigenfehler und wenig Druck in der Offensive der Wigoltinger führten zu diesem klaren Teilerfolg der Widnauer. Die Geschichte im 4. Durchgang ist ebenfalls schnell erzählt, als Widnau beim Stand von 10:4 zu 6 Matchbällen kam. Trotz 3 Punkten von Wigoltingen konnten sie den entscheidenden Satz mit 11:7 und das Spiel mit 3:1 ins Trockene bringen.

Gute Leistung gegen Diepoldsau nicht belohnt

Nach einem psychisch wie auch physisch kräfteraubenden Samstag, mussten die Wigoltinger am Sonntag nochmals alles mobilisieren um gegen Favorit Diepoldsau und im anschliessenden Spiel gegen Rickenbach-Wilen reüssieren zu können. Gegen die selbstbewussten und konstanten Rheininsler hatte bisher noch kein einziges Team einen Satz gewinnen können. Dies wollten die Thurgauer zum Start der Rückrunde ändern. Zwar erwischten sie mit 3:0 den besseren Start, doch Diepoldsau kam wenig später immer besser ins Spiel. Immer wieder waren es die Gebrüder Lässer auf Seiten von Diepoldsau, welche den Wigoltinger die Bälle um die Ohren schmetterten. Doch auch diese mussten für ihren Teilerfolg von 11:9 im ersten Spielabschnitt hart dafür kämpfen. Entgegen dem knappen Ergebnis im ersten Satz zeigten sie im 2. Satz von Beginn weg eine starke Leistung. Zu wenig Druck auf Seiten der Wigoltinger liess Diepoldsau ein ums andere Mal erfolgreich abschliessen. Beim Stand von 6:1 für die St. Galler gelang Wigoltingen eine sagenhafte Serie von 7 Punkten in Folge. Der Bann schien gebrochen. Doch Diepoldsau konterte sogleich mit einer 5-Punkte-Serie und entschied auch den zweiten Durchgang für sich. Dass dieses Spiel für die Thurgauer nicht besonders wichtig war, zeigte sich dann im 3. Satz. Zwar konnten Sie bis zum Stand von 7:6 für Diepoldsau gut mithalten, doch sparten sie die Kräfte sichtlich für das anschliessend deutlich wichtigere Derby gegen Rickenbach-Wilen. Dementsprechend gelangen den Rheininslern die letzten 4 Punkte zum 3:0-Erfolg.

Favoritenrolle gerecht geworden

Dass man gegen das noch satzgewinnlose Rickenbach-Wilen der haushohe Favorit ist, war wohl auch den Zuschauern auf der Tribüne klar. Nichts desto trotz mussten die Wigoltinger von Anfang an ihr bestes Faustball zeigen. Die FG RiWi erwischte zwar den besseren Start, doch Wigoltingen konterte sogleich und konnte das Spiel in die Hand nehmen. Mit einem klaren 11:6 konnten sie den ersten Satz für sich entscheiden. Dieses Ergebnis verlieh ihnen Sicherheit, was sich zu Beginn des 2. Spielabschnitts wiederspiegelte. Schnell führten sie mit 6:0 ehe sich RiWi mit 4 Punkten in Serie zurückkämpfte. Wenig später gelang der Faustballgemeinschaft sogar der 8:8 Ausgleich. Doch sinnbildlich für den bisherigen Verlauf der Saison unterliefen ihnen danach 2 Eigenfehler zum 11:8 für Wigoltingen. Mit einer Rochade von Silvan Jung aus der Defensive in die Offensive gelangen Rickenbach-Wilen im 3. Satz zwar einige sehenswerte Angriffe, doch zu mehr reichte es auch in diesem Spiel nicht. Zu druckvoll und sicher agierten die Wigoltinger was schliesslich ein klares 3:0 zur Folge hatte.

Abschluss der Qualifikation in Diepoldsau und Wilen

Zufrieden geht der viertplatzierte STV Wigoltingen nun in die verdiente Winterpause. Die Hallensaison 2017/2018 wird am 20. Januar 2018 in Diepoldsau fortgesetzt. Dort treffen die Thurgauer auf das zweitplatzierte und bisher stark aufspielende Elgg-Ettenhausen. Die Vorzeichen für das bevorstehende Spiel stehen gut. Denn in der Vorrunde konnte man dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit 3:1 reüssieren. Am Sonntag 21. Januar 2018 treffen die Thurgauer zum Abschluss der Qualifikation auf Oberentfelden und die punktgleichen Widnauer, mit welchen man nach einem nervenaufreibenden Vorrundenspiel sicherlich noch eine Rechnung offen hat.

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